
Blumen rund um die Uhr: Wie Kristin Baur mit einem Automaten den Familienbetrieb in die Zukunft führt
Carolas Blumenhaus – diesen Namen kennt man in Welzheim. Seit vier Jahrzehnten
versorgt Carola Baur die Region mit frischen Sträußen, liebevollen Gestecken und floralen
Ideen. Doch beinahe hätte der Laden seine Türen für immer geschlossen. Denn mit Mitte 60
möchte die Herzblut-Floristin langsam, aber sicher in Rente gehen. Nun ist Carola Baurs
Tochter Kristin mit eingestiegen. Die Zukunft des Familienbetriebs ist gesichert, neue Ideen
inklusive.
Von der Mode zur Floristik
„Ich bin keine Florsitin“, schmunzelt Kristin Baur. Nach der Schule ging sie an eine
Modeschule, studierte dort Modedesign und wurde so staatlich anerkannte Modedesignerin.
Zehn Jahre arbeitete die junge Frau in dieser Branche, bis sie schließlich im Verkauf landete.
Zuletzt arbeitete sie als Disponentin bei einem Personaldienstleister. Wirklich glücklich war
sie damit jedoch nicht. Als ihre Mutter beschloss in Rente zu gehen, begann das große
Grübeln gepaart mit schlaflosen Nächten. Was soll mit dem Laden passieren? Bis Kristin
Baur die Entscheidung fällt: Ich steige in Mamas Geschäft ein.
Frischer Wind und florales Wissen im Blumenhaus
Auch wenn es für Kristin Baur ein beruflicher Neustart und Quereinstieg in die Floristik ist,
Neuland ist es für sie nicht. „Ich durfte schon immer alles ausprobieren“, erinnert sie sich. So
war sie bei Ausstellungen dabei, hat den Großmarkt besucht und ihre Mutter bei großen
Festen oder Events unterstützt. Jetzt stehen sie gemeinsam im Laden. Da kommt es schon
auch mal vor, dass Mutter und Tochter nicht ganz einer Meinung sind. „Dann geht der eine
mal kurz einen Kaffee trinken und danach ist wieder gut“, schmunzelt sie. Auf ihre Mama und
ihr Wissen verzichten will Kristin Baur keines falls: „Meine Mama ist einfach Wikipedia“, zeigt
sie sich stolz. Das Wissen, welches die erfahrene Floristin aus dem Arm schüttelt sei
unglaublich. Dennoch hat die junge Frau auch ganz eigene Ideen. „Ich bringe ein bisschen
frischen, jungen Wind mit rein und schaue auch auf die Trends“, erklärt sie.
Der Blumenautomat für spontane Grüße
Dazu gehört auch der neue Blumenautomat. Diesen stellte Kristin Baur im Februar auf. Ganz
knapp, nur drei Tage vor Valentinstag. Die Einkaufsmöglichkeit am Automaten haben viele
Welzheimer gleich genutzt. Den Höhepunkt erreichte die Nachfrage allerdings am Muttertag.
„Obwohl wir samstags geöffnet haben, mussten wir an diesem Wochenende den Automaten
drei Mal neu befüllen“, berichtet sie. An diesen besonderen Tagen hat sich die Entscheidung
für einen Blumenautomaten als absolut richtig herausgestellt.
Die Standortfrage – clever gelöst
Denn einen kleinen Wehmutstropfen gibt es: Aufgrund eines städtischen Beschlusses dürfen
Automaten in Welzheim nicht in der ersten Linie stehen. Dadurch konnte auch der
Blumenautomat nicht direkt am Laden aufgestellt werden. Doch das Mutter-Tochter-
Gespann hat eine gute Alternative gefunden: Zwei Gehminuten vom Laden entfernt, in der
Nähe eines Kiosks mit angrenzendem Parkplatz, hat der Blumenautomat nun sein zuhause
gefunden. Ein Schild im Ladenschaufenster weist auf den Blumenautomaten hin.
Der Blumenautomat im Alltag
Auch wenn der Blumenautomat nicht direkt an der Hauptstraße steht, wird der Automat
gerne genutzt, wie die Zahlen zeigen. Gerade am Dienstag, wenn der Laden Ruhetag hat,
nach Ladenschließzeit oder am Wochenende wird der Blumenautomat von den Kunden
gerne genutzt. „Samstagmittag, wenn die Leute zum Beispiel irgendwo eingeladen sind,
machen sie gerne einen Halt am Blumenautomaten“, so Kristin Baur. Auch zu den
Stoßzeiten wird der Blumenautomat immer beliebter, denn hier gibt es keine Warteschlange.
Doch auch früh am Morgen oder spät in der Nacht gab es schon vereinzelt Käufe.
Blumenliebe kennt eben keine Uhrzeit.
Das gibt es im Blumenautomaten
13 Fächer fasst der Blumenautomat der Baurs. Im Sommer gekühlt, im Winter beheizt,
herrscht im Blumenautomat zu jeder Jahreszeit die passende Temperatur für die floralen
Kreationen. „Wir werden immer sehr für die Haltbarkeit der Blumen im Laden aber auch aus
dem Automaten gelobt“, unterstreicht Kristin Baur. In den Fächern finden die Kunden
handgebundene Sträuße und Gestecke in verschiedenen Preiskategorien. Zwischen 20 und
35 Euro kostet hier ein Strauß. Faire Preise für echte Handarbeit. „Wer etwas Günstigeres
sucht, der kommt zu uns in den Laden“, so Baur. Bezahlt wird genauso wie im Laden ganz
bequem mit Karte oder auch in bar.
Die richtige Entscheidung: Der Automat im Praxistest
Mit XL als Anbieter, haben die Baurs die richtige Wahl getroffen, findet Kristin Baur. Vom
ersten Telefonat war sie gleich überzeugt. „Das Gespräch war so informativ und das ohne,
dass ich zum Kauf gedrängt wurde“, lobt sie. Der gesamte Ablauf sowie die Koordination sei
super gewesen. „Ich kann mich nicht beklagen!“, betont Baur. Als der Automat mit der
Spedition ankam, haben sie diesen direkt aufgestellt und angeschlossen. „Er muss dann erst
mal 24 Stunden laufen, dann konnte es auch gleich losgehen“, erinnert sie sich. Das Thema
Programmieren bereitete zwar im Vorfeld ein wenig Sorgen, doch die Schritt für Schritt
Anleitung und die Videos seien so gut gestaltet, dass die Programmierung reibungslos
funktionierte, so Baur.
Visionen für die Zukunft – Mehr Automaten und Kreativität
Den beruflichen Neustart bereut Kristin Baur nicht. Sie sagt: „Das kreative Arbeiten hat mir in
den letzten Jahren sehr gefehlt!“. Früher zauberte sie mit Mode den Menschen ein Lächeln
ins Gesicht. Heute zaubert sie ihnen mit den Blumenkreationen Freude. Und eine Vision, wie
es zukünftig weitergehen soll hat sie ebenso: „Wenn ich ganz groß träumen darf, dann hätte
ich gerne noch vier weitere Automaten und würde mich hauptsächlich auf Events oder
Bestellungen fokussieren“, so Kristin Baur.
Kristin Baur verwendet den XL Blumenautomaten.

